Fragen und Antworten

Da in der Regel die Leistungsoptimierung im Vordergrund steht, ist es eine Abwägung zwischen dem verlorenen Stromertrag und den Kosten für die Reinigung. 

Im Grundsatz lohnt es sich finanziell wie folgt:
Industriedächer > alle 2 bis 3 Jahre
Gewerbeliegenschaften > alle 3 bis 4 Jahre
Mehrfamilienhäuser > alle 3 bis 4 Jahre
Einfamilienhäuser > alle 5 bis 7 Jahre

Speziell bei grösseren Anlagen mit hohem Eigenverbrauchsanteil sollten Sie nicht länger als 3 Jahre warten, denn meistens ist alleine der Minderertrag im 4. Jahr schon höher als eine Reinigung kosten würde. 
Liegt Ihr Gebäude neben der Bahnlinie, so rechnen Sie mit der doppelten Verschmutzung und damit mit viel kürzeren Intervallen. 

Es ist wie bei einem Wintergarten oder einem Dachfenster, welches nie gereinigt wird. Schmutz bleibt an bereits bestehendem Schmutz besser hängen als an einer sauberen Oberfläche. Das Schmutzfilter wird also immer dichter und verschlechtert die Leistungsfähigkeit der PV-Anlagen. Auch Schnee rutscht auf einer glatten (sauberen) Oberfläche besser weg, was zu Mehrerträgen im Winter führt.

Um die Oberfläche nicht zu zerkratzen, sollten die Module in keinem Fall trocken abgewischt oder abgefegt werden. Kratzer oder Beschädigungen der Moduloberfläche könnten die Leistung langfristig beeinträchtigen. Wer eine Photovoltaik-Anlage besitzt, muss diese regelmässig warten und säubern. Zur Wartung Ihrer Solaranlage muss zwingend Wasser verwendet werden, dem zuvor Mineralien entzogen wurden, also sogenanntes Osmosewasser.

Die Modulhersteller raten klar davon ab. Dies kommt zum einen daher, dass diese hierfür keine Haftung übernehmen wollen. Wichtiger ist aber, dass die Dichtungen im Rahmen Schaden nehmen können und damit technische Schäden entstehen. Beachten Sie zudem, dass die Arbeit auf dem Dach gefährlich ist. Überlassen Sie es deshalb jemandem, der über geeignete Hebemittel und die richtige Sicherheitsausrüstung verfügt.

Wenn Ihre Liegenschaft nahe einer viel befahrenen Strasse oder einer Bahnlinie liegt, so verlieren Sie pro Jahr etwa 3 bis 4 % des Ertrags. Das heisst:
nach 1 Jahr: Verlust 3 bis 4%
nach 2 Jahren: Verlust 6 bis 8 %
nach 3 Jahren: Verlust 9 bis 12 %

Rechnen Sie die kummulierten Verluste zusammen, haben Sie bis anhin 18% bis 24% eines Jahresertrags nicht erhalten.

Übrigens: Weltweit liegt der Durchschnitt bei 3% pro Jahr. Aber eben: Der Standort spielt eine wichtige Rolle.

Nein, im Gegenteil, durch das Osmosewasser und die verwendeten (weichen) Bürsten erhalten die PV-Module eine schonende Behandlung. Hotspots werden vermieden. Beim Begehen können Glasbrüche und andere optisch feststellbare Mängel entdeckt und dem Inhaber gemeldet werden.

In vielen Gebieten ist das Wasser ziemlich kalkhaltig. Wendet man solches bei der Reinigung an, wird die Moduloberfläche poröser, da der Kalk im Wasser eine scheuernde Wirkung hat. Damit verändert sich die Beschaffenheit des Glases, welches das Sonnenlicht optimal auf die Silicon-Schicht durchlassen sollte. Es wird also dringend von der Nutzung von ungefiltertem Leitungswasser abgeraten. Das Wasser wird vor Ort mit einer Osmoseanlage entmineralisiert, womit es keinen Kalk mehr enthält. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass es beim Verdunsten zu keinen Streifen und Flecken kommt.

Auf dem Markt gibt es Anbieter, welche PV-Anlagen mit Drohnen reinigen. Dies ist keine Tiefenreinigung, sondern spült primär den gröbsten Schmutz weg. Für Pollen, Laub und Staub bringt dies bereits eine Verbesserung. Vor allem bei Freilandanlagen kann ein solcher Einsatz durchaus Sinn machen, da es bedeutend schneller geht. Es gibt auch Anbieter, welche unter grossen Umweltschutzauflagen verdünntes Algenvernichtungsmittel versprühen und einwirken lassen. Wir distanzieren uns vom Einsatz von Chemikalien.