Reinigung mit Reinwasser

Unter dem Begriff „Osmosereinigung“ werden heute verschiedene Verfahren zusammengefasst, die nicht immer sofort selbsterklärend sind. Im Kern geht es jedoch stets um die Reinigung von abwaschbaren Aussenflächen mit sogenanntem Reinwasser. Dieses Wasser wird auch als VE-Wasser, Reinstwasser, entmineralisiertes Wasser, Osmosewasser, destilliertes Wasser oder Prozesswasser bezeichnet. Gemeint ist damit nahezu identisches: Wasser, das zu etwa 99,9 % aus reinen Wassermolekülen besteht und keine gelösten Stoffe wie Kalk, Eisen oder Mangan enthält, wie sie im normalen Leitungswasser vorkommen.

Die Qualität dieses Wassers wird über seine elektrische Leitfähigkeit bestimmt, denn reines H₂O leitet keinen Strom. Üblicherweise wird sie in „ppm“ (parts per million) angegeben, also der Anzahl an Fremdstoffen pro einer Million Wassermoleküle. Leitungswasser liegt je nach Region typischerweise zwischen etwa 70 ppm (sehr weich) und rund 500 ppm (sehr hart). Für die Reinigung von Fassaden oder Solaranlagen wird eine Wasserqualität von unter 30 ppm benötigt, während bei der Glasreinigung Werte unter 15 ppm erforderlich sind, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Reinwasser bietet dabei zwei entscheidende Vorteile: Es wirkt reinigungsaktiv – ganz ohne chemische Zusätze – und es trocknet vollständig streifenfrei, da es rückstandslos verdunstet. In Kombination mit Hilfsmitteln wie Waschbürsten, Carbon-Teleskopstangen oder rotierenden Bürsten ergeben sich gegenüber klassischen Reinigungsmethoden mehrere Vorteile:

  1. Kein Auffangen des Schmutzwassers erforderlich
  2. Reinigung ohne Chemikalien
  3. Höhere Arbeitssicherheit, da oft keine Leitern nötig sind
  4. Grössere Flächenleistung
  5. Langsamere Wiederanschmutzung durch fehlende Tensidrückstände

Ein System zur Reinwasserreinigung besteht grundsätzlich aus einer Wasseraufbereitungseinheit (z. B. Umkehrosmoseanlage, Mischbettharz oder Tanklösung) sowie dem eigentlichen Reinigungswerkzeug, etwa einer Teleskopstange mit Bürsten oder optional rotierenden Reinigungssystemen.

Hinweis
Der Begriff „Osmosereinigung“ ist streng genommen etwas ungenau. Er wird sowohl für Verfahren verwendet, bei denen das Wasser über eine Umkehrosmoseanlage erzeugt wird, als auch für solche, die auf Mischbettharzsystemen basieren. Zwar ist das resultierende Wasser technisch gesehen vergleichbar, jedoch unterscheiden sich die Systeme deutlich hinsichtlich Funktionsweise, Leistungsfähigkeit und insbesondere der laufenden Kosten.

Osmoseanlage oder Mischbettharz?
Welche Lösung die wirtschaftlichere ist, lässt sich präzise bestimmen, sofern alle relevanten Faktoren bekannt sind. Dazu zählen insbesondere der Wasserbedarf, die Wasserhärte am Einsatzort sowie der tatsächliche Arbeitsumfang (z. B. Anzahl der Mitarbeiter und Einsatztage pro Jahr). Auf Basis solcher Daten kann eine exakte Kalkulation erfolgen.
Auch eine grobe Orientierung anhand von Durchschnittswerten ist möglich: In der Praxis zeigt sich, dass sich eine moderne Umkehrosmoseanlage bei Reinigungsanwendungen meist dann finanziell auszahlt, wenn nach der Anschaffung etwa 40.000 Liter Reinwasser verbraucht wurden – das entspricht ungefähr 40 Arbeitstagen. Mit zunehmendem Wasserverbrauch steigt anschliessend auch der Kostenvorteil weiter an. Je nach Wasserhärte kann dieser Break-even-Punkt jedoch früher oder später erreicht werden.

Reinigung mit Reinwasser

Diagramm "Reinigen mit Reinwasser"

Die Betriebskosten von Mischbettharzsystemen bewegen sich – je nach Härte des eingespeisten Wassers – in einer Grössenordnung von etwa CHF 30 bis CHF 200 pro 1’000 Liter erzeugtem Reinwasser. Demgegenüber liegen die laufenden Kosten der bei der PV-Clean AG eingesetzten OSMOBIL-Systeme konstant rund CHF 1.– pro 1’000 Liter Reinwasser. Das führt unter anderem dazu, dass wir Projekte zu fairen Konditionen anbieten und umsetzen können.